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Management-Software statt Excel: vier Anzeichen, dass es Zeit ist

Vier Anzeichen, dass Ihr Unternehmen Excel entwachsen ist, und wie Sie in Phasen auf Management-Software umsteigen und die erste sofort nutzen.

7 Min. Lesezeit

Individuelle Softwarezircon.hu

Das System ist zu klein geworden

Kurz gesagt

Ein Unternehmen braucht Management-Software statt Excel, wenn die Tabellen mehr Arbeit verursachen, als sie einsparen. Vier Anzeichen zeigen das: Von derselben Tabelle kursieren mehrere Versionen, Bestellungen werden mehrfach eingetippt, die Wochenzahlen werden von Hand zusammengestellt, und es gibt ein altes System, das niemand mehr pflegt.

Das Wichtigste

  • Excel ist ein gutes Werkzeug, solange wenige Personen es für einen Zweck nutzen, aber eine schwache Grundlage für den Alltag eines ganzen Unternehmens.
  • Die vier Anzeichen: mehrere Versionen derselben Tabelle, dreifach eingetippte Bestellungen, von Hand zusammengestellte Wochenzahlen, ein verwaistes Altsystem.
  • Laut den Eurostat-Daten für 2025 nutzen nur 24 Prozent der ungarischen Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten ERP-Software, der EU-Durchschnitt liegt bei 41 Prozent.
  • Unsere Sicht: Dann ist nicht das Unternehmen zu klein für ein System, sondern das System ist dem Unternehmen zu klein geworden, und der Umstieg beginnt am besten mit dem schmerzhaftesten Prozess.

Wann braucht man Management-Software statt Excel?

Dann, wenn die Tabellen nicht mehr von einer Person für einen Zweck geführt werden, sondern der Alltag des Unternehmens auf ihnen läuft: Bestellungen, Lager, Angebote, Rechnungen. Management-Software ist ein Programm, das diese Prozesse an einem Ort mit gemeinsamen Daten abbildet und protokolliert, wer was geändert hat. Die folgenden vier Anzeichen zeigen, dass dieser Punkt erreicht ist.

1. Von derselben Tabelle kursieren drei Versionen

Eine Person arbeitet im freigegebenen Ordner, eine zweite in ihrer eigenen Kopie, eine dritte hat die Datei letzte Woche per E-Mail bekommen. Wenn in einer Besprechung die Frage ist, welche Zahl stimmt, erfüllt die Tabelle ihren Zweck nicht mehr. Das Problem ist nicht fehlende Disziplin: In einer gemeinsamen Datei lässt sich schwer nachverfolgen, wer was geändert hat, und Regeln lassen sich leicht umgehen.

2. Dieselbe Bestellung wird dreimal eingetippt

Die Bestellung kommt im Webshop an, dann überträgt sie jemand in die Verwaltungstabelle und noch einmal ins Rechnungsprogramm. Jedes Abtippen kostet Zeit und ist eine Fehlerquelle: eine vertippte Artikelnummer, ein falscher Preis, ein vergessener Rabatt. Mit der Zahl der Bestellungen wächst auch das Abtippen, und die Fehler fallen oft erst durch die Reklamation des Kunden auf.

3. Die Wochenzahlen stellt freitags jemand von Hand zusammen

Wenn die Geschäftsführung den Wochenumsatz, die offenen Bestellungen oder den Lagerbestand erst sieht, wenn jemand sie am Freitagnachmittag zusammenkopiert, sind die Zahlen immer verspätet, und der Urlaub einer Person hält den Bericht auf. In einem Management-System sind dieselben Zahlen jederzeit abrufbar, weil sie aus denselben Daten kommen, mit denen das Unternehmen täglich arbeitet.

4. Es gibt ein altes System, das niemand mehr pflegt

In vielen Unternehmen läuft ein vor Jahren gebautes Programm oder eine Arbeitsmappe voller Makros, geschrieben von jemandem, der nicht mehr da ist. Es funktioniert, aber niemand traut sich daran, es lässt sich nicht mit dem Webshop oder dem Rechnungsprogramm verbinden, und wenn es ausfällt, kann es niemand reparieren. Ein verwaistes Altsystem ist keine IT-Frage, sondern ein Geschäftsrisiko.

Wie häufig sind Fehler in Tabellen?

Häufiger, als die meisten Führungskräfte denken. Stephen Powell, Kenneth Baker und Barry Lawson haben in ihrer Studie (2009) fünfzig Tabellen untersucht, die in Organisationen tatsächlich genutzt wurden. Nur in sieben der fünfzig Arbeitsmappen fanden sie keinen Fehler, der ein falsches Ergebnis liefert, das heißt: 86 Prozent enthielten mindestens einen solchen Fehler.

Die Autoren betonen selbst, dass ein Formelfehler allein noch nicht bedeutet, dass auch die Entscheidung falsch war. Die Studie ist nicht neu, ihre Lehre gilt aber weiter: Wenn die Bestell- und Finanzdaten eines Unternehmens in Tabellen leben, muss jemand die Fehler von Hand finden.

Wie viele ungarische Unternehmen nutzen schon ein ERP-System?

Weniger als ein Viertel der Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten. Laut den Eurostat-Daten für 2025 nutzen 24 Prozent der ungarischen Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten ERP-Software. ERP (Enterprise Resource Planning) ist ein Programm, in dem die verschiedenen Bereiche eines Unternehmens, etwa Bestellung, Lager und Finanzen, dieselben Daten sehen. Der EU-Durchschnitt liegt in dieser Größe bei 41 Prozent.

10 bis 49 Beschäftigte
Ungarn, 202329 %
Ungarn, 202524 %
EU-Durchschnitt, 202541 %
50 bis 249 Beschäftigte
Ungarn, 202364 %
Ungarn, 202561 %
EU-Durchschnitt, 202570 %
über 250 Beschäftigte
Ungarn, 202391 %
Ungarn, 202593 %
EU-Durchschnitt, 202589 %

Bei Großunternehmen liegt der ungarische Anteil über dem EU-Durchschnitt, der Rückstand zeigt sich bei 10 bis 250 Beschäftigten. Bei Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten ist der Anteil seit 2023 nicht gestiegen. Die Erhebung beruht auf einer Stichprobe, kleine Veränderungen sind also mit Vorsicht zu lesen, der Abstand zum EU-Durchschnitt ist aber groß.

Fertiges ERP oder individuelle Management-Software?

Ein fertiges ERP ist eine gute Wahl, wenn die Prozesse des Unternehmens dem Marktdurchschnitt ähneln und das Unternehmen bereit ist, seine Arbeit an die Software anzupassen. Individuelle Management-Software lohnt sich, wenn das Unternehmen gerade durch seine Arbeitsweise gut ist und diese nicht an ein Standardprodukt anpassen will.

Wann es passt
Excel bleibtWenige Nutzer, einfacher Prozess
Fertiges ERPDurchschnittliche, standardisierte Prozesse
Individuelle Management-SoftwareEigene Prozesse, viele Tools zu verbinden
Wer passt sich an wen an
Excel bleibtDie Tabelle an das Unternehmen, ohne Kontrolle
Fertiges ERPMeist das Unternehmen an die Software
Individuelle Management-SoftwareDie Software an das Unternehmen
Webshop und Rechnungsprogramm
Excel bleibtVon Hand kopiert
Fertiges ERPDie vom Hersteller unterstützten Tools
Individuelle Management-SoftwareDie, die das Unternehmen schon nutzt
Einführung
Excel bleibtKeine
Fertiges ERPNach der Methodik des Herstellers
Individuelle Management-SoftwareIn Phasen, beginnend mit einem Prozess
Protokoll und Berechtigungen
Excel bleibtEingeschränkt
Fertiges ERPVorhanden
Individuelle Management-SoftwareVorhanden, nach den Regeln des Unternehmens

Wie steigt man am besten von Excel um?

Schritt für Schritt, beginnend mit dem schmerzhaftesten Prozess. In einem laufenden Unternehmen muss nicht alles auf einmal ersetzt werden.

  1. 01

    Wählen Sie den schmerzhaftesten Prozess. Wo am meisten abgetippt wird oder wo Fehler am meisten kosten. Oft ist es der Weg von der Bestellung zur Rechnung.

  2. 02

    Zeichnen Sie auf, wie es heute läuft. Wer macht was, aus welcher Tabelle, in welches Tool. Beim Aufzeichnen zeigt sich, was überflüssig ist.

  3. 03

    Bauen Sie diesen einen Prozess. Die kleinste nutzbare Version (MVP) läuft im Einsatz, verbunden mit Webshop und Rechnungsprogramm.

  4. 04

    Übertragen Sie die Daten und prüfen Sie sie gemeinsam. Die alte Tabelle bleibt eine Zeit lang schreibgeschützt erhalten, damit sich alles nachschlagen lässt.

  5. 05

    Erweitern Sie Modul für Modul. Lager, Angebote, Kundenportal, Berichte: in der Reihenfolge, die sich zuerst rechnet.

Was heißt das für ein Unternehmen mit 10 bis 250 Personen?

Wir sehen die vier Anzeichen nicht als Scheitern, sondern als Zeichen von Wachstum. Nicht das Unternehmen ist zu klein für ein System, sondern das System ist dem Unternehmen zu klein geworden. Die Lösung ist aber kein großes Projekt, das alles auf einmal ersetzt.

Deshalb bauen wir individuelle Management-Software in Phasen. In Phase 0 zeichnen wir den Prozess gemeinsam auf und wählen aus, was am meisten schmerzt. Nach Phase 1 (MVP) läuft dieser eine Prozess bereits im Einsatz, und Sie nutzen ihn, während die nächste Phase entsteht (Phase 2 und weiter). Das System verbindet sich mit den Tools, die Sie schon nutzen: einem Webshop auf Shopify, WooCommerce, UNAS oder Shoprenter, Számlázz.hu oder Billingo für Rechnungen und bei Bedarf Excel oder Google Sheets. Es basiert auf Laravel und Filament, läuft auf EU-Servern und protokolliert, wer was geändert hat. Wo Geld oder Kunden betroffen sind, gibt ein Mensch den Schritt frei.

Wo es sinnvoll ist, kommt auch künstliche Intelligenz hinein, zum Beispiel das Vorausfüllen einer per E-Mail eingehenden Bestellung, die jemand aus dem Team prüft und freigibt. Nach dem Go-live betreiben und aktualisieren wir das System. Der Preis ist fest, wir nennen ihn nach dem ersten Gespräch.

Was Sie nicht tun sollten: mit dem größten Modul beginnen oder die alte Tabelle eins zu eins nachbauen.

Häufige Fragen

Was man uns dazu fragt.

  1. 01

    Kann Excel neben der Management-Software bleiben?

    Ja, und oft ist das sinnvoll. Excel ist gut für Auswertungen, einmalige Berechnungen und Exporte für die Buchhaltung. Wichtig ist, dass die Tabelle nicht die Quelle der Wahrheit ist: Bestell-, Lager- und Rechnungsdaten leben im System, und die Tabelle entsteht daraus.

  2. 02

    Was ist der Unterschied zwischen ERP und Management-Software?

    ERP (Enterprise Resource Planning) ist meist ein größeres, fertiges Produkt, das viele Bereiche abdeckt. Management-Software ist der weitere Begriff: jedes Programm, das die tägliche Verwaltung eines Unternehmens abbildet, von der Bestellung bis zur Rechnung. Individuelle Management-Software kann auch klein sein und nur die Bereiche abdecken, die das Unternehmen braucht.

  3. 03

    Was passiert mit den Daten aus den alten Tabellen?

    Die Datenübernahme gehört zum Umstieg und sollte nicht ans Ende geschoben werden. Bewährt hat sich, die Daten in der ersten Phase ins neue System zu übertragen, von den Schlüsselpersonen des Unternehmens prüfen zu lassen und die alte Tabelle eine Zeit lang schreibgeschützt zu behalten.

  4. 04

    Wie lange dauert es, die Tabellen abzulösen?

    Es muss nicht alles auf einmal passieren. Die erste Phase löst einen einzigen Prozess ab, der Rest folgt in der Reihenfolge, die sich zuerst rechnet. Die genaue Dauer hängt von der Größe des Prozesses ab, deshalb erstellen wir nach dem ersten Gespräch ein Festpreisangebot.

  5. 05

    Wer pflegt das System nach dem Go-live?

    Bei uns wir, die es gebaut haben. Nach dem Go-live betreiben und aktualisieren wir das System auf Servern in Ungarn, Deutschland oder Finnland. So wiederholt sich das vierte Anzeichen nicht: Es entsteht kein Programm, an das sich niemand herantraut.

Sprechen wir.

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Werktags 9–17 Uhr
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